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Egor KazminCEO & Co-Founder
31. August 2026
8 Min. Lesezeit

Ferrari vs. Lamborghini: Die legendaere Rivalitaet von 1963 bis heute

Auf einen Blick

  • Die Rivalitaet begann 1963: Ferruccio Lamborghini wurde von Enzo Ferrari abgewiesen und gruendete noch im selben Jahr Automobili Lamborghini.
  • Ferrari SF90 Stradale (1.000 PS, ab ca. 430.000 Euro) trifft auf Lamborghini Revuelto (1.015 PS, ab ca. 500.000 Euro) – die modernsten Flaggschiffe beider Marken.
  • Ferrari lieferte 2024 weltweit 13.752 Fahrzeuge aus; Lamborghini erzielte erstmals ueber 3 Mrd. Euro Umsatz (Quelle: auto motor und sport, 2025).
  • Erleben Sie die Rivalitaet selbst: Ferrari oder Lamborghini mieten – ab 850 €/Tag.
Roter Ferrari-Sportwagen in dynamischer Seitenansicht auf sonnenbeschienener Strasse

Der Ursprung: Ein Streit, der Automobilgeschichte schrieb

Es ist eine der faszinierendsten Gruendungsgeschichten der Automobilwelt: Im Jahr 1963 fuhr Ferruccio Lamborghini – erfolgreicher Traktorfabrikant aus der Emilia-Romagna und stolzer Besitzer eines Ferrari – nach Maranello, um sich bei Enzo Ferrari persoenlich ueber die Kupplung seines Sportwagens zu beschweren. Die Kupplung, so Lamborghini, sei dieselbe wie in seinen Traktoren – und koste trotzdem ein Vielfaches. Enzos Antwort war knapp: Er solle sich um seine Traktoren kuemmern und Ferrari mit dem Sportwagenbau in Ruhe lassen.

Ferruccio Lamborghini nahm diese Abweisung nicht hin. Noch im selben Jahr gruendete er Automobili Lamborghini in Sant'Agata Bolognese – nur 30 Kilometer von Maranello entfernt. Zur Verstaerkung warb er zwei Schluesselingenieure von Ferrari ab: Giotto Bizzarrini, massgeblicher Konstrukteur des legendaeren Ferrari 250 GTO, und Gian Paolo Dallara. Eine Rivalitaet war geboren, die bis heute die Welt der Supersportwagen praegt (Quelle: auto motor und sport, 2016).

„Ferruccio Lamborghini wollte beweisen, dass ein Traktorbauer bessere Sportwagen bauen kann als Enzo Ferrari. Sechzig Jahre Geschichte geben ihm zumindest in Teilen recht.“ – auto motor und sport, 2016

Die fruehen Jahre: Vom 350 GT zum Miura

Schon mit dem ersten Serienfahrzeug, dem Lamborghini 350 GT (1964), setzte die junge Marke ein Ausrufezeichen. Doch der eigentliche Paukenschlag folgte 1966: Der Lamborghini Miura, praesentiert auf dem Genfer Salon im Maerz 1966, gilt bis heute als erster Supersportwagen der Geschichte. Das Revolutionaere: ein quer eingebauter V12-Mittelmotor in einem Serienstrassenfahrzeug – zu einer Zeit, als Ferrari noch auf Frontmotoren setzte. Von 1966 bis 1973 wurden 764 Exemplare gebaut (Quelle: motorsport-total.com, 2026).

Ferrari baute in jenen Jahren sein Rennsport-Erbe konsequent aus. Der Ferrari 250 GTO (1962–1964) gewann die GT-Klasse beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 1962 und 1963. Nur 36 Exemplare wurden gebaut – ein Exemplar erzielte im November 2023 bei Sotheby's den Auktionspreis von 51,7 Millionen US-Dollar, einer der teuersten jemals versteigerten Ferraris (Quelle: Hagerty, 2023).

Gelber Lamborghini-Sportwagen parkt am Strassenrand, ikonisches Gelb der Marke

Die Ikonen der 1970er bis 1990er Jahre

Die Folgejahrzehnte brachten Ikonen, die das kulturelle Bild des Supersportwagens bis heute praegen. Auf Lamborghini-Seite folgte dem Miura der futuristische Countach (1974–1990) – mit seinen waagerechten Scheretueren ein automobiles Statement, das Pop-Kultur weltweit dominierte. Den Countach loeste der Diablo (1990) ab, gefolgt vom Murciélago (2001) und dem Aventador (2011).

Ferrari antwortete auf jede Lamborghini-Offensive: Der F40 (1987) war das erste Serienfahrzeug, das offiziell die 320-km/h-Marke knackte. Der F50 (1995) transportierte Formel-1-Technik auf die Strasse. Der Enzo (2002) – mit 660 PS und einer Hoechstgeschwindigkeit von 350 km/h – setzte einen Massstab, der seinesgleichen suchte.

Gelber Lamborghini Aventador mit geoeffneten Scheretueren bei einer Automobilausstellung

Technischer Vergleich: Die modernen Flaggschiffe

Heute stehen sich beide Marken auf technisch nie gekanntem Niveau gegenueber. Der Ferrari SF90 Stradale (seit 2019) kombiniert einen 780-PS-V8-Biturbo mit drei Elektromotoren zu einer Systemleistung von 1.000 PS – Sprint in 2,5 Sekunden auf 100 km/h, Hoechstgeschwindigkeit 340 km/h (Quelle: AUTO BILD, 2020). Lamborghinis Antwort kam 2023 mit dem Revuelto: 825-PS-V12 plus drei Elektromotoren ergeben 1.015 PS Systemleistung, ebenfalls 2,5 Sekunden auf 100 km/h, ueber 350 km/h Topspeed – und bis 2025 vollstaendig ausverkauft (Quelle: autozeitung.de, 2023).

Modell Systemleistung 0–100 km/h Preis ab
Ferrari SF90 Stradale1.000 PS2,5 sca. 430.000 €
Lamborghini Revuelto1.015 PS2,5 sca. 500.000 €
Lamborghini Huracán STO640 PS3,0 sab 296.800 €
Lamborghini Urus S650 PS3,6 sab 232.690 €

Lamborghinis Strategieschwenk: Der Urus und das SUV-Zeitalter

Waehrend Ferrari mit dem Purosangue (ab 2022) zaghaft den SUV-Markt betrat, vollzog Lamborghini diesen Schritt bereits 2018 mit dem Urus – und traf damit den Nerv der Zeit. Der Urus S vereint 650 PS aus einem V8-Biturbo, 850 Nm Drehmoment und einen Sprint von 0 auf 100 km/h in 3,6 Sekunden mit der Alltagstauglichkeit eines SUV (Quelle: auto motor und sport, 2024). Heute ist der Urus das meistverkaufte Lamborghini-Modell aller Zeiten.

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Frontalansicht eines gelben Lamborghini Huracan mit modernem Supercar-Design

Ferrari im Motorsport: Ein unvergleichliches Erbe

Ein wesentlicher Unterschied zwischen beiden Marken liegt in der Formel-1-Geschichte. Die Scuderia Ferrari ist das einzige Team, das seit Beginn der Formel-1-Weltmeisterschaft 1950 in jeder Saison vertreten war. Bis heute stehen 16 Konstrukteursweltmeisterschaften, 238 Rennsiege und 228 Pole Positions zu Buche – unerreicht in der Geschichte des Motorsports (Quelle: motorsport-magazin.com, 2024). Lamborghini konzentriert sich auf den GT-Rennsport und den Lamborghini Super Trofeo – eine globale Einmarkenserie mit ueber 100 Fahrzeugen weltweit.

Verkaufsrekorde 2024: Beide Marken auf Hoehenflug

Die wirtschaftliche Staerke beider Marken ist beeindruckend. Ferrari lieferte 2024 weltweit 13.752 Fahrzeuge aus und erzielte einen Rekordumsatz von 6,7 Milliarden Euro bei einem Gewinn von 1,53 Milliarden Euro (Quelle: auto motor und sport, 2025). Lamborghini ueberschritt 2024 erstmals die Marke von 3 Milliarden Euro Umsatz bei ueber 8.411 ausgelieferten Fahrzeugen – ebenfalls ein Rekord (Quelle: Porsche Holding Newsroom, 2025). Waehrend Ferrari die Exklusivitaet durch strikte Mengenbegrenzung wahrt, treibt Lamborghinis Volumenmodell Urus die Zahlen in die Hoehe.

Roter Supersportwagen in dynamischer Fahrt, Sinnbild beider Rivalitaets-Marken

Ferrari oder Lamborghini mieten: Jetzt selbst erleben

Wer die Faszination dieser Ikonen nicht nur bewundern, sondern selbst am Steuer erleben moechte, findet auf Drivable eine Auswahl verfuegbarer Fahrzeuge beider Marken in Deutschland:

Alle Fahrzeuge sind vollstaendig versichert. Weitere Informationen zu Buchung und Selbstbeteiligung im Drivable FAQ-Bereich.

Haeufige Fragen: Ferrari vs. Lamborghini

Wer hat mehr PS – Ferrari oder Lamborghini?

Bei den aktuellen Flaggschiffen liegt Lamborghini knapp vorne: Der Revuelto leistet 1.015 PS, der Ferrari SF90 Stradale 1.000 PS. Beide kombinieren Hochleistungsverbrenner mit Elektromotoren fuer maximale Systemleistung (Quellen: AUTO BILD 2020, autozeitung.de 2023).

Was ist teurer – Ferrari oder Lamborghini?

Im Flaggschiff-Vergleich ist der Lamborghini Revuelto (ca. 500.000 Euro) teurer als der Ferrari SF90 Stradale (ca. 430.000 Euro). Auf dem Sammlermarkt dominiert Ferrari: Ein 1962er 250 GTO wurde 2023 fuer 51,7 Millionen US-Dollar versteigert (Quelle: Hagerty, 2023).

Warum ist der Lamborghini Urus so erfolgreich?

Der Urus kombiniert 650 PS und 3,6 Sekunden auf 100 km/h mit SUV-Alltagstauglichkeit. Seit 2018 ist er das meistverkaufte Lamborghini-Modell und treibt die Rekordumsaetze der Marke massgeblich an (Quelle: auto motor und sport, 2024).

Wie begann die Rivalitaet zwischen Ferrari und Lamborghini?

1963: Ferruccio Lamborghini beschwerte sich bei Enzo Ferrari ueber die Kupplungsqualitaet. Enzo wies ihn ab. Lamborghini gruendete daraufhin sein eigenes Unternehmen – und warb zwei Ferrari-Schluesselingenieure ab (Quelle: auto motor und sport, 2016).

Fazit: Eine Rivalitaet, die die Automobilwelt antreibt

Ferrari und Lamborghini sind mehr als Automobilmarken – sie sind kulturelle Symbole einer unablaessigen Suche nach Perfektion. Was 1963 mit einer Abweisung und verletztem Stolz begann, hat sechs Jahrzehnte lang die technische Entwicklung des Supersportwagens vorangetrieben: von den 350 PS des Miura ueber 700 PS im Murciélago bis zu ueber 1.000 PS in SF90 und Revuelto. Beide Marken haben heute ihre unverwechselbaren Identitaeten gefunden – Ferrari steht fuer Rennsport-DNA, Lamborghini fuer maximale Dramatik.

Das naechste Kapitel beginnt bereits: Mit Hybridantrieben und moeglichen Elektromodellen geht die Rivalitaet in eine neue Runde. Entdecken Sie alle Ferrari auf Drivable oder alle Lamborghini-Modelle – und erleben Sie die Rivalitaet selbst am Steuer.

EK
Egor Kazmin

CEO & Co-Founder

Egor ist die strategische Kraft hinter Drivable. Er leitet die geschäftliche Ausrichtung und sorgt dafür, dass der B2B2C-Marktplatz für Sportwagen sowohl für professionelle Anbieter als auch Mieter das beste Erlebnis bietet.

31. August 2026

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